| previous | Zusam Saskia van de Wiel, Art Historicus Curator Museum Van Bommel Van Dam Zahllose kleine, fast identische Elemente sind gleichmäßig über eine Fläche verteilt. Gemeinsam ergeben die Elemente ein vibrierendes, sich beinahe bewegendes Bild. Das Bild könnte sich außerhalb seines Rahmens weiter ausstrecken, als wäre es Ausschnitt eines viel größeren Ganzen. Auf den ersten Blick erscheint das Werk sehr strikt organisiert, beinahe maschinell produziert. Bei näherer Betrachtung erweist sich das nur teilweise als richtig. Das Werk ist repetitiv, aber es besteht aus mehr als nur einer vorab bedachten Wiederholung bestimmter Bewegungen. Es ist Handwerk mit Raum für Variation und Nuance. Alexandra Roozen (Purmerend, 1971), ursprünglich Zeichnerin, benutzt in den ausgestellten Werken eine Bohrmaschine als Hilfsmittel. Mit eine angepasste Bohrkopf bearbeitet sie die Druckplatte in horizontalen Linien oder perforiert sie eine Kunststoffplatte. Letztere wird anschließend in Gummi gedrückt, wodurch ein Relief entsteht, das positive und negative Formen umgekehrt wiedergibt. Die ausgestellten Arbeiten kann man als Grafiken bezeichnen, auch wenn sie kaum noch als solche zu erkennen sind. Roozen experimentiert mit Technik. Sie sucht nach extremen und neuen Möglichkeiten, nach Formen, die ausschließlich mit dieser Technik und diesem Material so haben entstehen können. Elemente wie Farbe und Komposition, die vom Dreieck Technik - Material - Form ablenken, entfallen. Das Ergebnis lässt den Betrachter über den Produktionsprozess spekulieren. Es verführt dazu, noch einmal genauer hinzusehen, die vorhandenen Elemente vollständig in sich aufzunehmen und den Versuch zu machen, diese zu ergründen. Doch selbst wenn der Code entschlüsselt wird, bleibt die Überraschung, dass derart beschränkte Mittel und offenbar einfache Prinzipien zu einem so lebendigen und spielerischen Resultat führen können. ![]() |
